Endlich hat das lange Warten ein Ende. Soeben wurde auf der Internetseite des Arbeitsministeriums der Personalverrechnungs-Leitfaden zur COVID-19-Kurzarbeit veröffentlicht.

Bitte beachten Sie, bevor Sie sich den Leitfaden zu Gemüte führen, Folgendes:

  • Das circa 100-seitige Dokument stellt eine Co-Produktion von zahlreichen Institutionen und Personen dar, vereint durch das Bemühen, das kaum zu bändigende Bürokratiemonster COVID-19-Kurzarbeit halbwegs PV-tauglich aufzubereiten.
  • Im Zuge der Produktion dieses Dokuments mussten – in teils unbezahlten und neben den sonstigen Arbeitsaufgaben anfallenden Einsätzen – politische Hürden genommen, eine Gesetzesänderung initiiert und zahlreiche Kompromisse mit Behörden gefunden werden.
  • Der Leitfaden ist ein Grundgerüst zur Aufbereitung der Logik und des Konzepts der COVID-19-Kurzarbeit für die PV-Praxis. Auch wenn es eigentlich nachdenklich stimmen sollte: Aber selbst auf 100 Seiten lassen sich bei weitem nicht alle Fragen und denkbaren Konstellationen abhandeln. Dafür wären – angesichts des völlig aus dem Ruder gelaufenen Paragrafendschungels – vermutlich 500 bis 600 Seiten nötig gewesen (ein solcher Umfang war aber verständlicherweise von keiner Seite erwünscht).
  • Die Lohnsoftware-Häuser werden, auch wenn von diesen schon viel vorgearbeitet worden ist, nicht von heute auf morgen eine sofortige programmmäßige Umsetzung “aus dem Hut zaubern” können. Wir werden uns also noch ein wenig gedulden müssen. Für viele Unternehmen wird es daher unrealistisch sein, die Juni-Abrechnung bereits mit den “definitiven” Kurzarbeitsregelungen abzuwickeln. Als Ausweg bleibt die provisorische Abrechnung gemäß der vorläufigen Handlungsempfehlung der WKO (wie im April und Mai).

https://www.bmafj.gv.at/Services/News/Coronavirus/FAQ–Kurzarbeit.html