News vom 20. April 2018

Überraschend hat das BMF nun jene Verordnung erlassen, auf die viele mit dem Thema befasste Geschäftsführer, Steuerberater, Bilanzbuchhalter und Personalverrechner seit über einem Jahr gewartet haben:

Bei wesentlich (> 25 %) beteiligten Gesellschafter-Geschäftsführern einer Kapitalgesellschaft ist der KFZ-Sachbezug RÜCKWIRKEND ab 01.01.2018 wie folgt zu ermitteln:

  • Bemessung gemäß der Sachbezugswerteverordnung (d.h. genauso wie bei Arbeitnehmern), also je nach CO2-Ausstoß 2 % bzw. 1,5 % von den Anschaffungskosten (Höchstgrenze € 960,00 bzw. € 720,00), halber Sachbezug bei Nachweis von monatlich durchschnittlich maximal 500 Privatkilometern, kein Sachbezug bei Elektrofahrzeugen etc., ODER
  • Bemessung nach den auf die Privatnutzung entfallenden tatsächlichen (von der Gesellschaft getragenen) Kosten, sofern der Privatanteil nachgewiesen wird (z.B. durch Fahrtenbuch); eine Schätzung des Privatanteils reicht also nicht.

Beide Methoden stehen nebeneinander zur Auswahl.

Link zur Verordnung