News vom 03. Juni 2026

Wie bereits berichtet, plant die österreichische Bundesregierung, die bisherige Sachbezugsbefreiung für privat genutzte Firmen-Elektroautos abzuschaffen. Nun wurde bekannt, dass der monatliche Sachbezug im Jahr 2027 0,375 % der Anschaffungskosten betragen und ab 2028 auf 0,625 % ansteigen soll. Die Berechnungsgrundlage wird – analog zu Verbrenner- und Hybridfahrzeugen – bei € 48.000,00 gedeckelt. Damit würde der maximale monatliche Sachbezug im Jahr 2027 € 180,00 und ab 2028 € 300,00 betragen.

Ein konkreter Gesetzesentwurf liegt derzeit zwar noch nicht vor, sodass noch einige Details unklar sind. Aus dem von politischer Seite präsentierten Volumen der erwarteten Steuermehreinnahmen lässt sich aber u.a. ableiten, dass die neue Sachbezugspflicht voraussichtlich nicht nur für Neuzulassungen, sondern auch für bereits bestehende Firmen-Elektrofahrzeuge gelten soll.

Anmerkung: Kritikwürdig erscheint der mit der geplanten Maßnahme verbundene Vertrauensbruch und der Eingriff in die Planungssicherheit der Unternehmen. Erst wurde jahrelang der Umstieg auf E-Mobilität politisch forciert, Firmen und Arbeitnehmer/innen wurden gezielt in die Anschaffung bzw. Nutzung von Elektroautos „getrieben“ – nun sollen die Spielregeln plötzlich geändert und die Sachbezugsbefreiung abgeschafft werden.